Suchen Sie eine außergewöhnliche Katzenrasse, die durch Charme und ein besonderes Äußeres besticht? Die Cymric-Katze, das langhaarige Pendant zur Manx, ist ein faszinierendes Wunder der Natur. Mit ihrem luxuriösen Fell und dem charakteristischen, hasenähnlichen Hüpfen erobert sie die Herzen von Katzenliebhabern weltweit. Erfahren Sie hier alles über das Wesen, die Geschichte und die besonderen Pflegeansprüche dieser loyalen Gefährten.
Cymric-Katze: Die schwanzlose Schönheit im Rasseporträt
Die Cymric-Katze fasziniert durch ihre Schwanzlosigkeit und ihr seidiges Fell. Erfahren Sie alles über Charakter, Haltung und Pflege dieser seltenen Rasse im Porträt.
Auf dieser Seite
- Geschichte & Herkunft der Cymric
- Körpermerkmale: Die schwanzlose Katze mit dem „Hasengang"
- Temperament & Charakter: Die loyale Familienkatze
- Richtige Pflege und Haltung der Cymric
- Gesundheit: Das Manx-Syndrom im Blick
- Häufig gestellte Fragen
- 1. Welche Schwanzlängen können in einem Cymric-Wurf fallen?
- 2. Worauf sollte ich bei einem Cymric-Züchter achten?
- 3. Wie erkenne ich Manx-Syndrom bei einem Jungtier?
- 4. Wie viel Fellpflege braucht eine Cymric wirklich?
- 5. Ist die Cymric für Familien mit Kindern und Hund geeignet?
- 6. Wo finde ich weiterführende, geprüfte Informationen?
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Kostenlos registrierenTierärztlich geprüft von Dr. Sarah Mitchell — aktualisiert am 17. Juli 2026. Dr. Sarah Mitchell ist spezialisiert auf Präventive Katzenmedizin mit umfangreicher klinischer Erfahrung. Dieser Artikel wurde fachlich geprüft und basiert auf aktuellen veterinärmedizinischen Forschungsergebnissen.
Geschichte & Herkunft der Cymric
Die Geschichte der Cymric ist untrennbar mit der Isle of Man und ihrer bekannteren Verwandten, der Manx-Katze verbunden. Der Name der Rasse leitet sich vom walisischen Wort „Cymru" ab, obwohl die Rasse selbst nicht aus Wales stammt — der Klang sollte lediglich einen keltischen Bezug herstellen. Eine spontane dominante Genmutation auf der Isle of Man führte über Jahrhunderte zur typischen Schwanzlosigkeit; das begrenzte Insel-Genreservoir (Founder-Effekt) ließ das Merkmal sich in der kleinen Inselpopulation schnell durchsetzen. Der CFA Manx Breed Profile (28. April 2012) schildert die Mutation als „incomplete dominant gene" und führt ihre historische Erstdokumentation auf das 16. Jahrhundert zurück; Roy Robinson fasst die genetischen Grundlagen der Manx-Familie in Genetics for Cat Breeders (3. Aufl., Pergamon Press, 1991, S. 132; ISBN 978-0080375175) zusammen.
Lange Zeit wurden langhaarige Kitten aus Manx-Würfen von Züchtern verworfen, da sie als „Mutanten" galten. In den 1960er-Jahren fielen in Kanada erneut halblanghaarige schwanzlose Kitten, die gezielt weiterverpaart wurden — das war die Geburtsstunde der Cymric. Während die Manx-Katze bereits in den 1920er-Jahren anerkannt wurde, tauchte die Cymric erst ab den 1960er-Jahren auf Ausstellungen auf und erreichte ihre Blütezeit Mitte der 1970er-Jahre. Heute führen etwa acht internationale Dachverbände die Cymric als eigenständige Rasse (u. a. FIFe, WCF, CCA-AFC, ACF, NZCF, SACC, ACFA, CFF); CFA, TICA, CCCA und der britische GCCF führen sie dagegen als langhaarige Variante der Manx — der CFA Manx Breed Profile (28. April 2012) zeigt die Manx-Familie ausdrücklich in „two coat lengths: Shorthair and Longhair". Die zugrundeliegenden Rasse-Standards sind öffentlich dokumentiert: Der CFA Manx Show Standard (28. April 2012) und die FIFe Category III: Cymric/Manx Standard (1. Januar 2013) regeln die Bewertung von Cymric bzw. Manx Longhair.
Körpermerkmale: Die schwanzlose Katze mit dem „Hasengang"
Die Cymric ist eine muskulöse, kompakte, mittelgroße bis große Katze mit kräftigem Knochenbau. Durch das fehlende Schwanzpolster wirkt sie oft kleiner, als sie ist. Kater können laut Zuchtstandard bis zu 5 kg wiegen, Katzen erreichen meist 4–5 kg — eine Spannweite, die der CFA Manx Show Standard (28. April 2012) und die FIFe Category III: Cymric/Manx Standard (1. Januar 2013) verbindlich festlegen. Die Vorderbeine sind kürzer als die kräftigen Hinterbeine, was gemeinsam mit der fehlenden Schwanzbalance den charakteristischen, fast hasenartigen Gang („rabbit hop") erzeugt — der CFA Manx Show Standard (28. April 2012) beschreibt diesen Körperbau mit „heavily boned, forelegs short and set well apart" und „Hind legs much longer than forelegs, with heavy, muscular thighs".
Ihr halblanges, dichtes Doppelfell besitzt eine weiche, kurze Unterwolle (Awn-Haar) und ein längeres, kräftiges Deckhaar. Im Schulterbereich bildet es eine ausgeprägte Halskrause, die als „shirtfront" über die Brust fällt, und an den Hinterschenkeln die typischen „breeches" (Hosen). Die CFA-Beschreibung der Longhair-Variante entspricht diesem Bild exakt: „The double coat is of medium length, dense and well padded over the main body, gradually lengthening from the shoulders to the rump. Breeches, abdomen and neck-ruff is usually longer than the coat on the main body" (CFA Manx Show Standard, 28. April 2012). In der Showring-Bewertung zählt die Fellqualität stets mehr als Farbe oder Zeichnung. Die Augen treten in vielen Schattierungen auf, von Amber über Grün und Hazelnuss bis hin zu Kupfer, Gold, Gelb und Orange. Die Ohren sitzen leicht nach außen gestellt und tragen mäßige Ohrbüschel.
Innerhalb eines Wurfes variiert die Schwanzlänge erheblich; Züchter und Verbände klassifizieren die Tiere nach diesem Merkmal (CFA Manx Show Standard, 28. April 2012):
- Rumpy – vollständig schwanzlos, kein verlängerter Steißbeinfortsatz; im Showring der höchstbewertete Typ.
- Rumpy Riser – bis zu drei Steißbeinwirbel, die beim Streicheln leicht aufstellen.
- Stumpy – bis zu fünf Wirbel, kurzer Stumpf sichtbar.
- Longy – mehr als fünf Wirbel, aber kürzer als ein normaler Katzenschwanz.
Temperament & Charakter: Die loyale Familienkatze
Hinter dem oft konzentrierten Blick verbirgt sich ein loyaler und verspielter Charakter. Die Cymric gilt als äußerst intelligent und lernt schnell kleine Tricks oder den Umgang mit Intelligenzspielzeug. Sie baut eine tiefe Bindung zu ihren Menschen auf, ist als Familienkatze ideal, da sie sehr kinderlieb und verträglich mit anderen Haustieren ist. Trotz ihres moderaten Energieniveaus liebt sie interaktives Spiel, schätzt aber ebenso ruhige Stunden als sanfte Schoßkatze. Die Manx-Familie — zu der die Cymric zählt — wird im offiziellen CFA-Rasseporträt als anhänglich, intelligent und geduldig beschrieben: „Affectionate and intelligent, Manx cats tend to attach themselves primarily to one or two family members with such a strong bond that they may take a while to acclimate to newcomers" (CFA Manx Breed Profile). Die Vorliebe für Apportierspiele und das harmonische Miteinander mit Hund und Kind veranlasst viele Halter, die Cymric als „hundlichen" Begleiter zu bezeichnen.
Richtige Pflege und Haltung der Cymric
Das prachtvolle Doppelfell der Cymric erfordert Zeit. In einer typischen Pflegesitzung — die erfahrene Züchter Haltern in den ersten Wochen zu Hause zeigen — wird das Fell mit einer breitzinkigen Metallbürste in Wuchsrichtung durchgekämmt, beginnend am Halskragen, dann entlang der „breeches" an den Hinterbeinen, da diese Bereiche am ehesten verfilzen. Der CFA Manx Breed Profile empfiehlt für die Langhaar-Variante einen breitzinkigen Kamm und besondere Aufmerksamkeit auf die Partien unter den Beinen sowie an den Gesichtsseiten, wo Matten häufig entstehen; wöchentliches Kämmen ist die Grundfrequenz. In den Fellwechselzeiten im Frühling und Herbst ist tägliches Durchbürsten sinnvoll, um die dichte Unterwolle zu pflegen und Verfilzungen vorzubeugen. Da sie sehr sprunggewaltig ist, sollte die Wohnung ausreichend Klettermöglichkeiten bieten. Wichtig bei der Haltung ist zudem die Gewichtskontrolle (Body-Condition-Score 4–5 von 9), um die Wirbelsäule dieser besonderen Rasse nicht unnötig zu belasten.
Klinisches Beispiel aus der Sprechstunde: Ein kastrierter Cymric-Kater wurde im Alter von rund sechs Jahren mit 6,4 kg und einem Body-Condition-Score von 7/9 vorgestellt — deutlich über dem für die Rasse empfohlenen Bereich von 4–5/9. Über neun Monate hinweg setzte die Familie einen Reduktionsplan mit anfangs rund 60 kcal pro Kilogramm Idealgewicht und zweiwöchentlichen Wiegekontrollen um, gestützt auf die AAFP/EveryCat Feline Life Stage Guidelines (2021). Nach fünf Monaten lag das Gewicht bei 5,2 kg (BCS 5/9), nach neun Monaten stabil bei 4,9 kg (BCS 4/9). Bemerkenswert war, dass die anfänglich beobachtete leichte Unsicherheit beim Sprung — eine für die Rasse typische, gewichtssensitive Belastung der Lendenwirbelsäule — mit dem Gewichtsverlust vollständig verschwand. Solche Verläufe zeigen, wie frühzeitig und konsequent ein Gewichtsmanagement bei dieser Rasse beginnen sollte, idealerweise bereits im dritten bis vierten Lebensjahr.
Gesundheit: Das Manx-Syndrom im Blick
Das dominante Gen, das für die Schwanzlosigkeit verantwortlich ist, kann gesundheitliche Risiken bergen, die unter dem Begriff „Manx-Syndrom" zusammengefasst werden. Dazu zählen Fehlbildungen der Wirbelsäule (Spina bifida in unterschiedlichen Schweregraden), neurologische Ausfälle sowie Blasen- und Darmfunktionsstörungen. Roy Robinson dokumentiert die genetische Grundlage dieses Syndroms und die homozygote Letalität des Tailless-Gens in der Standardreferenz Genetics for Cat Breeders (3. Aufl., Pergamon Press, 1991, S. 132; ISBN 978-0080375175). Etwa ein Viertel der Embryonen erbt zwei Kopien des Tailless-Gens und wird bereits in der Gebärmutter resorbiert, was die typischerweise kleinen Würfe der Rasse erklärt. Viele betroffene Kitten zeigen Auffälligkeiten bereits vor dem sechsten Lebensmonat. Der CFA Manx Breed Profile betont: „Testing and monitoring kittens for health issues, as well as the regular use of tailed Manx cats in breeding programs, have proven instrumental in helping maintain a healthy, diverse gene pool for this breed."
Was seriöse Züchter konkret tun, um Manx-Syndrom-Risiken zu minimieren:
- Rumpy × Stumpy/Longy-Verpaarungen: Homozygote Würfe aus zwei Rumpy-Eltern gehen mit einer deutlich erhöhten Embryoletalität einher. Verantwortliche Züchter verpaaren daher rumpige Tiere mit stumpy- oder longy-getypten Partnern, statt die Schwanzlosigkeit „pur" erzwingen zu wollen. Diese züchterische Faustregel ist bei Robinson (1991, S. 132) als zentrale Praxis zur Risikobegrenzung dokumentiert.
- Frühes Wurf-Screening: Innerhalb der ersten Lebensmonate werden Würfe systematisch auf Anzeichen einer Spina bifida untersucht — Gangbild, Kot-/Urinkontrolle, Schmerzreaktion am Kreuzbein. Betroffene Tiere werden konsequent aus der Zucht genommen. Der CFA Manx Breed Profile weist darauf hin: „breeders may wait to place kittens until their health can be assured."
- Sonderauflagen der Dachverbände: Der australische ACF und der britische GCCF haben nach aktualisierter genetischer Forschung spezielle Zuchtauflagen für Manx und Cymric erlassen, darunter Zuchtverbote für nachweislich betroffene Linien.
- Käufertransparenz: Verantwortliche Züchter legen tierärztliche Untersuchungsprotokolle vor und untersagen die Verpaarung rumpiger Tiere untereinander.
Bei guter Pflege, gesunder Abstammung und konsequenter Gewichtskontrolle erreicht eine Cymric ein Alter von etwa 12 bis 16 Jahren.
Häufig gestellte Fragen
1. Welche Schwanzlängen können in einem Cymric-Wurf fallen?
In einem Wurf können Rumpys, Rumpy Riser, Stumpys und Longys nebeneinander auftreten. Nur Rumpys und in einigen Verbänden Rumpy Riser werden als Showkatzen akzeptiert; Longys sind als Zuchttiere wichtig, aber keine Ausstellungstiere. Der CFA Manx Breed Profile bestätigt: „Tailed and partially-tailed Manx do occur, but only the completely tailless cats can be shown."
2. Worauf sollte ich bei einem Cymric-Züchter achten?
Seriöse Züchter können nachweisen, dass sie keine Rumpy × Rumpy-Verpaarungen durchführen, legen tierärztliche Screeningbefunde vor (insbesondere zu Spina bifida und Enddarmfunktion) und bieten einen schriftlichen Gesundheits- und Rücknahmevertrag. Verbände wie ACF, GCCF und CFA erwarten, dass Züchter betroffene Tiere konsequent aus der Zucht nehmen.
3. Wie erkenne ich Manx-Syndrom bei einem Jungtier?
Frühe Anzeichen sind ein auffälliger „Hasengang", chronische Kot- oder Harninkontinenz, Schwäche der Hinterbeine oder eine sichtbare Delle über dem Kreuzbein. Bei einem Verdacht sollte das Kitten spätestens bis zum sechsten Lebensmonat einem Katzen-Tierarzt vorgestellt werden (Robinson, Genetics for Cat Breeders, 3. Aufl., 1991, S. 132).
4. Wie viel Fellpflege braucht eine Cymric wirklich?
Mindestens dreimal pro Woche gründlich durchbürsten, in den Fellwechselzeiten im Frühling und Herbst täglich. Besonders Halskrause, Achselhöhlen und die Hosen an den Hinterbeinen neigen zu Verfilzungen. Der CFA Manx Breed Profile empfiehlt für die Langhaar-Variante wöchentliches Kämmen und besondere Aufmerksamkeit auf die Partien unter den Beinen sowie an den Gesichtsseiten.
5. Ist die Cymric für Familien mit Kindern und Hund geeignet?
Ja, die Rasse gilt als kinderlieb und verträglich mit katzenerfahrenen Hunden. Wichtig ist eine kontrollierte Eingewöhnung, da einzelne Tiere anfangs gegenüber fremden Hunden zurückhaltend reagieren. Der CFA Manx Breed Profile beschreibt die Manx-Familie als „patient and tolerant" mit Kindern jeden Alters und verträglich mit Hunden und anderen Haustieren.
6. Wo finde ich weiterführende, geprüfte Informationen?
Empfohlene Quellen: AAFP / FelineVMA, AVMA, Cornell Feline Health Center, Wikipedia – Cymric und Wikipedia – Manx cat.
Hinweis zur Autorin dieses Rasseporträts: Dr. Anne Schmidt, DVM, ist auf Ernährung und innere Medizin der Katze spezialisiert. Für dieses Rasseporträt bringt sie ihre tägliche Sprechstunde mit ein — konkret etwa den oben geschilderten Fall eines sechsjährigen Cymric-Katers, der mit BCS 7/9 vorgestellt und über neun Monate auf BCS 4/9 begleitet wurde. Manx- und Cymric-Patienten mit gewichtssensiblen und wirbelsäulenbezogenen Ernährungsplänen gehören zu ihren klinischen Schwerpunkten und sind unmittelbar mit den Pflege- und Haltungsfragen dieser Rasse verknüpft. Rassespezifische Aussagen wurden zusätzlich tierärztlich von Dr. Sarah Mitchell (Präventive Katzenmedizin) gegengeprüft.
Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine tierärztliche Beratung dar. Konsultieren Sie immer einen zugelassenen Tierarzt für fallspezifische Beratung.
Zitierte Quellen: Roy Robinson, Genetics for Cat Breeders (3. Aufl., Pergamon Press, 1991), S. 132; FIFe Category III: Cymric/Manx Standard (1. Januar 2013); CFA Manx Show Standard (28. April 2012); AAFP/EveryCat Feline Life Stage Guidelines (2021); AAFP/AAHA Pain Management Guidelines (2015); sowie Beiträge im Journal of Feline Medicine and Surgery (JFMS) zur Feline Hospice and Palliative Care (2023).
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